###EYECATCHER###

: Inflation

Das Problem des unsteten Maßstabs

Es bleibt uns nichts anderes übrig: wir müssen Werte messen - in irgendeiner Form. Dafür haben sich Geldeinheiten eingebürgert. Doch ist Geld eine konstante, verläßliche Größe?

 

Auf naturwissenschaftlich-technische Maßeinheiten kann sich jeder verlassen:

seit seiner Einführung hat sich weder der Meter als Längeneinheit, noch eine der vielen anderen Einheiten geändert - ob Kilogramm, Volt, Joule o.v.a.m..

 


Bei den Währungen als Geld-Einheiten hingegen stellen wir alles andere als Kontinuität fest. Dazu muß man gar nicht nach Zimbabwe schauen, wo die Inflationsrate derzeit bei über 230'000'000% p.a. liegt. Die Finanzgeschichte lehrt, daß Stabilität nicht die Regel war, sondern die Ausnahme. Tatsächlich gab es (nur) einmal über 300 Jahre Kaufkraftstabilitöt am Stück. [Ist ein wenig her: A.D. 315-630 in Byzanz]. Auch das XIX. Jahrhundert zeichnete sich durch stabiles Geld aus. Ansonsten hingegen sind Ent-Wertungen die Regel - regelmäßig. Es gibt sie in zwei Formen: Inflation und Deflation.

 

Was ist Inflation?

Darüber streiten sich die Gelehrten!

 

Eins ist sie nicht: das simple Ansteigen der Preise. Steigende Preise, sinkende Kaufkraft sind vielmehr gemäß der 'Österreichischen Schule der Nationalökonomie' Folgen der Inflation. Auch Nobelpreisträger Milton Friedman stellte lakonisch fest: "Inflation ist immer und überall ein monetäres Problem". Einfach gesagt:

 

Inflation ist übermäßiges Wachstum der Geldmenge (gegenüber der Gütermenge).

 

Feinsinnig  unterscheidet man zwischen schleichender, trabender, galoppierender und Hyper-Inflation. Die (veröffentlichen) Inflationsraten von 2-3% p.a. sind noch als schleichend zu bezeichnen,

1923: zum Heizen nutzt's noch

m.E. beginnt die 'offizielle' Definition einer Hyperinflation ab einem monatlichen (!) Kauf- kraftverlust von 50%. Die anderen Zustände liegen dazwischen.

 

Hyperinflation ist noch niemals beherrscht worden. Die 24 in der Literatur untersuchten Fälle führten ausnahmslos zur Währungsreform, also einem Zusammenbruch des Finanzsystems des betroffenen Landes. Bisher hat es noch niemals eine länder-übergreifende Hyperinflation gegeben. Skeptiker befürchten, daß die Riege der aktuellen Notenbanker hingegen dieses Experiment bereits begonnen haben...

 

Alltägliche Inflation

Jüngst schrieb selbst das 'Amtsblatt der Deutschen Bevölkerung' wieder auf seiner Titelseite über Inflation, konkret auf die der Rentner bezogen.

 

Korrekt wird ausgeführt, daß die alltägliche Inflation vom individuellen 'Warenkorb' abhängig ist.

 

Volkswirte verweisen immer wieder gern auf den 'Warenkorb', mit dessen Hilfe Inflation gemessen werden kann. Weil in ihm manche Güter im Preis sinken (derzeit vor allem technische Produkte, günstig in Asien hergestellt), andere steigen (vor allem Dinge des täglichen Bedarfs, z.B. Nahrungsmittel) argumentieren sie, daß die Gesamt-Inflationsrate eben bei den 2-3% liege, die offiziell ausgewiesen werden.

 

Doch stimmt das so?

 

Meine persönliche, praktische Definition der Inflation lautet:

 

> Inflation ist der Schwund der Kaufkraft, bezogen auf alltägliche Güter, die man permantent benötigt, ohne sie durch andere ersetzen zu können. <

 

>> Hier der Artikel in lesefreundlicher Form

 

Inflations-Schub seit 2006

Der wegen seiner klaren Worte geachtete, teils aber auch gefürchtete frühere "wirtschaftswoche"-Chef- redakteur Manfred Poweleit zeigt im 'map-fax' vom April

(Nr. 16/2008) beunruhigende Charts der deutschen Inflationsentwicklung.

 

 

 

 

Im Langfrist-Vergleich seit den 70ern...

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Und kurzfristig seit Ende 2006!

>> Den kompletten Bericht erhalten Sie hier.